Donnerstag, 20. März 2008

ostern- eigentlich ein frauenfest

ostern -wie allgemein bekannt- wird zu eheren der heidnischen göttin ostara gefeiert. sie ist die göttin, die licht und frühling bringt, die alljährliche auferstehung der erde aus dem winterschlaf, wenn man so will.
passend dazu steht die symbolik der eier für fruchtbarkeit und neubeginn. sie werden mit aphrodite, der göttin der liebe in verbindung gebracht. der hase hingegen war -so sagt man- der bote der götter.
die christiliche bedeutung dieser tage kam erst viel später.

schade, dass diese alten mythologien in unserer immer noch patriarchalen (frauen sind immer noch nicht gleichberechtigt) kapitalistischen gesellschaft verloren gegangen sind.

-eigentlich sollten wir hexenmäßig ums osterfeuer tanzen und uns feiern lassen, denn noch wäre die menschheit aufgeschmissen ohne unsere fruchtbarkeit... -ähh-
(ja, ich gestehe, manchmal habe ich einen hang zum 70er, 80er jahre feminismus)

Kommentare:

  1. Andiewandquatscher24. März 2008 um 17:59

    Äh, das mit der Ostara soll allgemein bekannt sein? Das bezweifle ich. Mir war es neu (ok noch kein Argument), und nach einem schnellen Blick auf Wikipedia scheint mir die Ostara-These auf, na, höchst wackligen Beinen zu stehen. Kannst du Quellen nennen?

    Und noch was, der Kapitalismus ist ja nun ein geschichtlich ziemlich blutjunges Ding und dürfte daher kaum am Verschwinden eines solchen Mythos beteiligt sein, oder nicht? Oder hab ich dich hier falsch verstanden?

    Na? Lust auf ein Schwallbattle? *lock, lock* :-p

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  2. nun, mir wurde die geschichte von ostara schon in der grundschule erzählt (von einer weiblichen lehrkraft), -vielleicht haben sie da geschlafen, lieber andiewandquatscher- mich dünkt wir wären auf dieselbe grundschlue gegangen...
    allerdings musste auch ich während des posts bemerken, dass die ostara geschichte umstritten ist, was mich jedoch nicht abhielt, -aus dem guten grund den diskurs darüber anzuschieben. was ja wohl auch gelungen wäre. (zudem, fand ich auch keine überzeugende gegenthese.)
    -der gedanke war der, dass unsere gesellschaft nun doch sehr christlich geprägt ist. und das christentum, gepaart mit den patriarchalen strukturen, wie sie in unserer kapitalistischen gesellschaft herrschen, zum vergessen solcher mythen beiträgt.
    wie ich schon erwähnte, ein altes feministisches gedankentum aus den 70er, 80er jahren.
    für weitere diskussionen von zusammenhängen schlage ich eine flasche wein vor ;)

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  3. Delirierender Patient27. März 2008 um 01:33

    Naja, Grundschule vor 20 Jahren, in den fiesen Achtzigern!, das ist m.E. nicht gerade ein sehr handfester Beleg. Denen hab ich ja schon damals nix geglaubt! ;-)

    Ansonsten weigere ich mich standhaft, in irgendeiner Form an einem "Diskurs" mitzuwirken. D. ist pfui! Das hab ich an der Uni gelernt! :-p

    Das mit dem Christentum ist natürlich leider wahr und kann gar nicht genug beklagt werden. Und natürlich haben die ihre Tempel und/oder Feiertage da gebaut, wo die Tempel/Feiertage des Vorgängerkultes standen/lagen, ist ja auch nur vernünftig, wenn man sich durchsetzen will auf diesem Markt, ne.

    Den Kaptitalismus kann ich da unter den Protagonisten allerdings nicht so recht ausmachen. Der schert sich doch den Teufel um christlich oder "heidnisch", solange er uns passende Accessoires verkaufen kann (Ostereier). Was seine mögliche patriarchale Herrschaftsfunktion betrifft, oute ich mich hiermit allerdings zerknirscht als blutiger Laie.

    Trotzdem erkläre ich frech, daß der Feminismus der 70/80er Jahre stinkt!

    So, genug der Dampfplauderei. Der Andiewandquatscher ist leider grad krank! :-( Muß mir erstmal die Bazillen aus den Gliedern schütteln! Aber wenn das getan ist, könn' wa gerne einen auf die Gesundheit trinken!

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  4. na, dann mal gute besserung! es geht die sage, dass männer ganz besonders leiden, wenn sie krank sind... ich hoffe sie werden gut gepflegt.
    desweiteren verbleibe ich mit queeren grüßen -um doch mal wieder im heute anzukommen-

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